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Zum 1. Advent – „Fürchtet euch nicht!“

Das ist doch eine Punktlandung – genau zum ersten Dezember schneit es und die ersten Adventstürchen werden geöffnet. Das Leben geht so seinen Weg. Man geht zur Arbeit, zur Schule (oder auch nicht), hat seine Arbeit zu Hause und staunt, dass auch dieses Jahr wieder so weit vorangeschritten ist.
Und doch ist alles anders, so recht mag die Vorfreude auf das große Fest nicht aufkommen. Die Botschaften und Nachricht aus den Medien, aus dem Bekanntenkreis sorgen für eine Stimmung, in der wir besonders die Lichter des Adventskranzes oder vielleicht auch den leuchtenden Stern an Kirchtürmen wahrnehmen.
Ja – es ist zwar Alltag und doch ist alles anders – so mag es auch ihr gegangen sein: Mitten in der Wohnstube stand ein Engel und erzählte ihr eine Botschaft, die alles über den Haufen warf, was sie sich für ihr Leben vorgestellt hatte. Schwanger – und das in ihrer Situation – Schweißperlen der Angst stehen auf der Stirn: Was wird werden? Was wird ihr Verlobter sagen? – Dazu nur die Botschaft: von Gottes gutem Geist.
Und dann sagt der Engel: „Fürchte dich nicht.“ – oh, wie dringend braucht sie diesen Zuspruch von außen, von Gott her: „Fürchte dich nicht.“ Über 150 mal steht dieser kleine Satz in der Bibel – denn es gibt so viele Gründe sich zu fürchten – gerade jetzt in diesen Tagen, wo so manche Botschaft uns erschreckt:
Pandemiezahlen, Krankheit, Sorge um liebe Menschen um uns herum, die Menschen in der Isolation der Heime, die Pflegekräfte an den Grenzen ihren Kraft, die Kinder, denen die alltäglichen Kontakte fehlen und und…
Fürchtet euch nicht – nicht weil ihr so stark seid, sondern weil Gott selber da ist und es ausrichten lässt: Ihr seid nicht allein! – Dieses „Fürchte dich nicht“ hat Maria dann begleitet auf dem Weg nach Bethlehem, bei der Geburt, der Flucht nach Ägypten und den Wegen, die dann ihr Sohn dann ging. „Fürchte dich nicht! – ich bin mit dir!“ – spricht Gott.

Eine gesegnete Adventszeit
Hermann Rummel

 
Gebetsaufruf für die Menschen (Bewohner und Mitarbeitenden) in den stationären Einrichtungen und Pflegeberufen.

Im Moment erreichen uns Nachrichten über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den stationären Einrichtungen. Viele erleben gerade in diesen Tagen, wie nahe die Krankheit rückt. Manche müssen sich ernsthaft Sorgen um das Leben von Betroffenen machen. Andere müssen in die Quarantäne und merken wie schwer die Isolierung zu ertragen ist.

In diesen Tagen sollten unsere Gedanken und Gebete besonders bei den Menschen in den stationären Einrichtungen sein: denn dort sind viele Menschen einsam, isoliert; denn dort arbeiten Menschen bis über den Rand ihrer Kraft und Energie um Menschen zu pflegen. Wir können sie nur in unser Gebet nehmen, dass er ihnen Kraft und Durchhaltevermögen gibt. Gerade in diesen Tagen ist die Botschaft, dass Gott in die Welt kommt, mitten hinein in das Elend und die Not des Menschseins, besonders wichtig: Gott steht an der Seite und hält dich, er hält das Leiden und die Schmerzen mit aus.

Beten Sie für die Bewohner und Bewohnerinnen der Heime und für die, die sie Tag für Tag versorgen und pflegen. Denn das Beten ist der Dienst, den wir für sie tun können.

Wir wollen beten für die Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind, für alle, die Angst haben vor einer Infektion, für alle, die sich nicht frei bewegen können, für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern, für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen, dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.

(Stilles Gebet)

Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke, viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren, als Helfer in allen Nöten. Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind, und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.