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Zukunft einkaufen

zukunft einkaufen
Haben Sie schon einmal über ihren täglichen Einkauf nachgedacht?
Und haben sie sich schon einmal gefragt, was wohl Gott dazu sagt?
Wir wissen es in diesem Fall ganz genau. Das biblische Zeugnis ist eindeutig:
Denken wir nur an das von uns allen einmal gelernte Doppelgebot der Liebe Lk.10,27 »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und
deinen Nächsten wie dich selbst« (hier nach Lukas 10,27) oder an Jesu bekannte
Aussage: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das
habt ihr mir getan.“ (Vom Weltgericht Mt. 25,45). Demzufolge zieht Gott in der ganzen
biblischen Geschichte immer wieder durch Propheten u.a. gegen die Ungerechtigkeit
in der Welt (die heute wohl noch schlimmer ist als damals) zu Felde. Denn es gilt: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!« (Galater 5,14). So wird jedes einzelne Produkt zu einer
Herausforderung für unser glaubwürdiges Verhalten als Christ/in. Freilich ist es nicht einfach aus dem weltweiten Wirtschaftssystem der Ausbeutung und Schöpfungszerstörung auszusteigen,
doch alle Veränderung beginnt mit einem ehrlichen Hinschauen. Gerade die Kirchen
haben mit Sündenbekenntnis und Beichte eine gute Tradition, die die Schuldverstrickungszusammenhänge in Worte fasst.
Und sie glauben daran, dass Gott nach einem ehrlichen Bekenntnis den Mut
für die nächsten richtigen Schritte gibt. Doch wir sind auch mit vielen weniger
religiösen Menschen vereint. Mehr und mehr setzt sich nämlich allgemein die
Einsicht durch, dass ökologische und soziale Standards bei Produktion, Vertrieb und
Nutzung von Waren und Dienstleistungen gewährleistet sein müssen, wenn alle heute
und zukünftig lebenden Menschen eine Zukunft haben sollen. Die konsequente
Umstellung des institutionellen und privaten Konsums unter ökologischen, sozialen
und fairen Kriterien ist eine wichtige Stellschraube für die Erreichung dieser Ziele.
Einzelne Gemeinden und ChristInnen können beim ökofairen Einkauf eine Vorbildrolle
spielen. Viel ist auch schon erreicht, wenn das Thema überhaupt angesprochen
und bewusst gemacht wird. Denn oft ist es nur Gedankenlosigkeit, die uns über gute
und oftmals sogar billigere Beschaffungsmöglichkeiten hinwegsehen lässt. So geht
es darum, sich die Mühe zu machen auf die verschiedensten Bereiche (z.B. Lebensmittel,
Kleidung, Büroartikel, Reinigung, Energie, Geschenke, Mobilität, Geldwirtschaft,
auch Einkäufe rund um den Gottesdienst…) zu schauen und Verbesserungen anzustreben
zum Wohl von Mensch und Natur. Die Kirchengemeinde Geilsheim hat damit
schon angefangen. Als erste bayerische Kirchengemeinde bekommen wir dafür
eine Zertifizierung. m Samstag, 05.12.2015 um 15 Uhr werden wir das Siegel von Claudia Mahneke
(Referentin für ökofaire Beschaffung bei „Zukunft einkaufen“, einer von Brot-fürdie-
Welt> geförderten Initiative) feierlich überreicht bekommen. Auch Dekan Rummel
und Bürgermeister Babel werden u.a. mit dabei sein. Am Nachmittag werden wir
zahlreiche praktische und in unserer Region praktikable Beispiele für ökofaire Beschaffung
vorstellen und sie Ihnen in einer kleinen Ausstellung vor Augen führen. Lassen Sie sich davon inspirieren. Herzliche Einladung an alle Interessierten ins Gemeindehaus
nach Geilsheim.
Pfarrerin Christine TheilackerDürr,
Geilsheim