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Kirchenvorstandswahl

Ich-glaub.Ich-wähl-Datum
Am 21. Oktober wählen alle evangelisch-lutherischen Christen über 14 Jahren die Mitglieder
der Kirchenvorstände in ihren Gemeinden. Eine Woche vorher, am 14. Oktober, findet sozusagen
der Probelauf statt. Da ist die Wahl für den Bayerischen Landtag. Da können alle Erwachsenen
schon mal probieren, ihr Kreuzchen zu machen. Und eine Woche später, dann die entscheidende
Wahl für uns evangelische Christen: die Wahl der neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher.
Noch haben alle evangelisch-lutherischen Christen über 18 Jahre, die ihren Wohnsitz in einer
alt-oder oberbayerischen, fränkischen oder schwäbischen Gemeinde haben die Chance, sich
als Kandidat für die Kirchenvorstandswahl aufstellen zu lassen.

Hier noch ein paar wichtige Informationen zur Kirchenvorstandswahl:
Wählen dürfen alle Gemeindemitglieder, die am Wahltag 14 Jahre alt und konfirmiert
bzw. aufgenommen sind oder mindestens 16 Jahre alt sind und seit drei Monaten
in unserer Kirchengemeinde wohnen. Wählbar sind evangelische Gemeindemitglieder
ab 18 Jahren, – die sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet
wissen, – durch die Teilnahme am kirchlichen Leben Vorbild sind und
– die rechte Führung des Amtes vor der Gemeinde geloben.
Die Kirchenleitung hat eine allgemeine Briefwahl vorgesehen, das heißt, dass alle Wahlberechtigten
ihre kompletten Wahlunterlagen mit der Post bekommen. Sie können damit in
das Wahllokal kommen oder direkt ohne Antrag ihre Briefwahl durchführen.

In jeder Gemeinde gibt es einen Vertrauensausschuss.

Er stellt derzeit den Wahlvorschlag auf. Alle Gemeindemitglieder
können dafür Kandidatinnen und Kandidaten benennen. Wenn ein wählbares Gemeindemitglied
von einer bestimmten Zahl Wahlberechtigter schriftlich vorgeschlagen
wird, muss es in den Wahlvorschlag aufgenommen werden.
Bis Ende April soll/muss der Wahlvorschlag stehen. Sollte eine Gemeinde die erforderliche
Anzahl an Kandidaten nicht aufstellen können, kann der Vertrauensausschuss beim
Dekanatsausschuss eine Reduzierung der Kandidaten auf die 1,5 fache Menge der zu wählenden

Kirchenvorstandsmitglieder beantragen. Bis Mitte Juni muss der endgültige Wahlvorschlag
feststehen. Aber, was ist, wenn ein Vertrauensausschuss keinen
ordnungsgemäßen Wahlvorschlag aufstellen kann?

Für diesen Fall hat unsere Kirchenleitung im Kirchenvorstandswahlgesetz
– und das ist neu – folgenden Prozess vorgesehen.
In den Ausführungsbestimmungen heißt es:
Kann der Vertrauensausschuss einen ordnungsgemäßen Wahlvorschlag nicht aufstellen und
findet die Wahl am allgemeinen Wahltag nicht statt, so setzt der bisherige Kirchenvorstand sein
Amt fort. In diesem Falle legt der Kirchenvorstand dem Landeskirchenamt in Abstimmung mit dem Dekan
bzw. der Dekanin innerhalb von zwölf Monaten einen umfassenden Entscheidungsvorschlag vor, wird
1. die Wahl mit einem ordnungsgemäßen Wahlvorschlag nachgeholt,
2. mit einer oder mehreren anderen Kirchengemeinden in der Pfarrei ein gemeinsamer Kirchenvorstand
gebildet oder
3. die Vereinigung mit einer oder mehreren anderen Kirchengemeinden vollzogen werden
kann.

Der Dekanatsausschuss kann zu diesem Vorschlag eine gutachterliche Stellungnahme abgeben.
Und sollten Sie noch überlegen, ob Sie für dieses wichtige Amt in Ihrer Gemeinde geeignet sind.




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