23. Dezember 2020 Von Rainer Schülein 0

Weihnachten 2020

O du fröhliche, o du selige Weihnachtszeit – ja mir wird es in diesem Jahr fehlen: das große Finale in der Christvesper: nur die Lichter der Christbäume erleuchten den Altarraum, die Orgel und die Posaunen nehmen die Menschen mit bis hin zur dritten Strophe, wenn die Pauken und der Zimbelstern den Raum erfüllen und dann läuten die Glocken zur Weihnacht: Frohe Weihnacht….

Heuer werden die Töne leiser sein, weniger Menschen, keine großen Chöre: aber dafür die Chance, die Botschaft noch einmal besonders zu hören und wahrzunehmen: Gott wird Mensch, er kommt mitten hinein diese Welt: gerade dorthin, wo es dunkel ist, wo Menschen sich fürchten und mit Sorgen nach vorne schauen. Er ist gerade dort, wo Menschen allein sind. Die Grundbotschaft ist doch: „Fürchte dich nicht“. – die gilt für alle Welt – also für jede und jeden Menschen.

Die Botschaft gilt aller Welt, hier bei uns. Den Menschen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Einrichtungen der Behindertenhilfe, den Bewohnern und den Pflegekräften. Alle Welt heißt auch: wir dürfen nie vergessen, dass es viel mehr Not und Elend auf der Welt gibt, die uns nicht gleichgültig lassen kann.

Ein frohes Weihnachtsfest wird es, wenn wir dieses Kind in der Krippe in unser Leben einziehen lassen und er dann unser Leben prägt durch das ganze Jahr: Christus der Heiland ist da.
Denn es ist wahr, was Angelus Silesius vor langer Zeit sagte: Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren, und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest
Hermann Rummel, Dekan